Herzlich willkommen in Ihrer
Ergotherapie-Praxis in Jena‑Lobeda West
Seit über 30 Jahren helfen wir Menschen in Jena, ihren Alltag wieder selbst in die Hand zu nehmen – nach einem Schlaganfall oder Unfall, bei Handverletzungen, aber auch Kindern, die beim Lernen und in der Entwicklung Unterstützung brauchen.
Was ist Ergotherapie?
Das Wort kommt aus dem Griechischen: „ergon“ bedeutet Tätigkeit. Und genau darum geht es – Menschen dabei zu unterstützen, alltägliche Dinge wieder selbst tun zu können: das Anziehen am Morgen, das Greifen einer Tasse oder die Konzentration in der Schule. Unter fachlicher Anleitung handeln Sie dabei so weit wie möglich selbständig.
Ziel ist stets, nach Krankheit oder Unfall die größtmögliche Selbständigkeit in Alltag, Beruf und Schule zurückzugewinnen. Wir behandeln in unserer Praxis und – wenn der Weg zu uns schwerfällt – auch bei Ihnen zu Hause.
Gut zu wissen: Ergotherapie ist ein von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen anerkanntes Heilmittel. Sie wird per Rezept von Haus- und Fachärzten oder Kliniken verordnet; es gilt die gesetzliche Zuzahlung.
„Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind – damit sie an für sie bedeutungsvollen Betätigungen in Selbstversorgung, Beruf und Freizeit teilhaben und ihre Lebensqualität verbessern können.“Sinngemäß nach dem Deutschen Verband der Ergotherapeuten (DVE)
Unsere Fachbereiche
Von der Pädiatrie bis zur Geriatrie. Klicken Sie auf einen Bereich, der Sie betrifft.
Für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Wahrnehmungs- und Konzentrationsstörungen, ADS/ADHS oder motorischen Schwierigkeiten. Gefördert wird spielerisch und so, dass es im Alltag ankommt – Eltern und Schule beziehen wir dabei mit ein.
Kinder mit folgenden Störungen
- Wahrnehmungsstörungen
- Bewegungs- und Koordinationsstörungen
- Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom mit und ohne Hyperaktivität (ADS/ADHS)
- Störungen von Ausdauer und Konzentration
- Störungen der Grob- und Feinmotorik
- graphomotorische Störungen
- Fragen zur Händigkeit
- Entwicklungsverzögerungen
- Formen von Autismus
- sozial auffälliges Verhalten
Unsere Therapie
- Training der Wahrnehmung und ihrer Verarbeitung auf Grundlage der sensorischen Integrationstherapie (Basissinne: Gleichgewicht, Tastsinn, Eigenwahrnehmung)
- Aufmerksamkeitstraining nach Lauth / Schlottke
- Marburger Konzentrationstraining (MKT) für Kindergarten- und Schulkinder
- Training von Graphomotorik und Feinmotorik
- handwerkliche Tätigkeiten
- Förderung der Selbständigkeit durch alltagsrelevante Handlungen
- Stärkung des Selbstbewusstseins
- Elternberatung
Ergotherapie für Kinder – was passiert da?
Eines der wichtigsten Arbeitsgebiete der Ergotherapie ist die Behandlung entwicklungsverzögerter und hyperaktiver Kinder – von Kindern also, die in ihrer sozialen, kognitiven oder motorischen Entwicklung eingeschränkt sind.
Sie haben z. B. Probleme beim Treppensteigen oder Rollerfahren, beim Schuhebinden oder Schwierigkeiten, mit dem Stift zu malen oder mit der Schere zu schneiden. Dazu kommt oft eine Konzentrationsschwäche, die vor allem beim Schuleintritt sichtbar wird. Oder es sind Kinder, die oft „unangenehm" auffallen, sich schwer in größere Gruppen einfügen oder keine Freunde finden – und die Zahl dieser Kinder nimmt zu.
Den Hauptgrund sehen Ärzte und Therapeuten in der zunehmenden Bewegungsarmut unserer Kinder und der täglichen Reizüberflutung im akustischen und optischen Bereich. Zugleich herrscht ein erheblicher Mangel an Reizen für das Gleichgewicht, den Tastsinn sowie das Gespür für den eigenen Körper. Unsere Kinder sitzen zu viel – und das führt vor allem zu motorischen Problemen, denn nur wer sich bewegt, spürt seinen Körper und lernt, ihn zu beherrschen.
Ab welchem Alter wird Ergotherapie verordnet?
Sobald Auffälligkeiten in der Entwicklung eines Kindes sichtbar werden, sollten Eltern diese mit dem Kinderarzt besprechen. Er kann durch gezielte Verfahren und Tests eventuelle Einschränkungen oder Verhaltensauffälligkeiten diagnostizieren und eine passende Therapie auswählen. Die Ergotherapie als gezieltes Heilmittel ist dann ein Baustein in der Förderung des Kindes und wird in der Regel einmal wöchentlich für 45 Minuten in der Praxis durchgeführt. Die Aussichten, dass die Therapie positiv in den Entwicklungsprozess eingreift, sind umso besser, je früher man mit ihr beginnt.
Welche Therapie wird bei Kindern am häufigsten eingesetzt?
Ergotherapie ist ein Sammelbegriff für verschiedene therapeutische Verfahren. Bei Kindern kommt sehr häufig die sensorische Integrationstherapie zum Einsatz. Sie beruht auf der Annahme, dass Kinder ihr Verhalten erst dann wirklich steuern können, wenn es ihnen gelingt, ihre Körperwahrnehmung und die vielfältigen Reize aus der Umwelt – also das, was wir hören, sehen, tasten, schmecken und riechen – zu verarbeiten (sensorisch zu integrieren).
Solange ihnen das nicht gelingt, leiden sie aus ergotherapeutischer Sicht unter Wahrnehmungsstörungen. Bei der sensorischen Integrationstherapie wird das Kind beim Spielen gezielt bestimmten Sinneserfahrungen ausgesetzt, damit es lernt, mit den verschiedenen Reizen umzugehen. So schaukelt ein Kind mit Gleichgewichtsproblemen z. B. viel in Bauchlage in der Hängematte, balanciert auf verschiedenen Gegenständen oder übt auf dem Therapiekreisel sein Geschick.
Meist schon im Kindergarten, spätestens beim Schuleintritt zeigt sich bei vielen Kindern eine Konzentrationsschwäche. Wir behandeln nach dem Marburger Konzentrationstraining (MKT), das die Selbststeuerung und Selbstständigkeit der Kinder fördert. Die Kinder erlernen das planvolle, systematische Bearbeiten von Aufgaben und den richtigen Umgang mit Fehlern – und steigern so ihre Leistungsbereitschaft und das Zutrauen in ihr eigenes Können.
Zertifiziert: Christina Scharloth ist seit Oktober 2011 zertifizierte Trainerin des Marburger Konzentrationstrainings (MKT).
Was können Eltern tun?
Zu Beginn der Behandlung informiert sich die Ergotherapeutin über die Vorgeschichte des Kindes, seine Lebensumstände und seine Gesundheit und beobachtet sein Verhalten. Gemeinsam mit Eltern und Kind wird die weitere Therapie besprochen und das Kind langsam und spielerisch herangeführt. In den darauffolgenden Therapiestunden bleibt das Kind allein mit der Therapeutin.
Wichtig für das Gelingen ist eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit von Therapeutin und Eltern. Nur wenn die Eltern die Therapie mittragen, auch zu Hause auf neue Verhaltensweisen achten und ihr Kind unterstützen, wird sich das Kind wohler und sicherer im Alltag fühlen.
Handtherapie nach Operation oder Verletzung: Wir bringen Hand und Arm wieder in Bewegung – für den optimalen Einsatz in Alltag und Beruf.
Ziel der motorisch-funktionellen Behandlung ist die Wiederherstellung, Verbesserung und der Erhalt der Beweglichkeit von Hand und Arm für den optimalen Einsatz in Alltag und Beruf.
Patienten mit folgenden Erkrankungen
- Frakturen
- Sehnen- und Nervenverletzungen
- Dupuytren’sche Kontraktur
- Karpaltunnelsyndrom
- schnellender Finger
- Verbrennungen
- Amputationen
- Transplantationen
- Morbus Sudeck (CRPS)
- Fehlbildungen
- Polyarthritis / Arthrose
Folgende Behandlungen kommen zum Einsatz
- Training der Feinmotorik und Koordination
- Kraftsteigerung durch Muskelaufbau
- Ödembehandlung
- Sensibilitätstraining
- Narbenbehandlung
- Schmerzreduktion
- Kontrakturprophylaxe
- Gelenkschutz und Hilfsmittelberatung
- Training alltäglicher Funktionen
- handwerkliche Tätigkeiten
Behandlungsablauf
Alle Verletzungen und Erkrankungen der Hand bzw. des Armes werden zunächst vom Arzt (Haus- oder Facharzt) diagnostiziert und medizinisch versorgt. In den meisten Fällen ist ein operativer Eingriff nötig; doch auch bei konservativ versorgten Verletzungen und Erkrankungen ist die Ergotherapie zur Nachsorge oft unverzichtbar.
In der Ergotherapie nehmen wir positiven Einfluss auf den Heilungsprozess, um diesen möglichst schmerzfrei und komplikationslos zu gestalten. Der eigentlichen Therapie geht immer eine Befunderhebung der betroffenen Extremität voraus:
- Neutral-0-Messung (Bewegungsausmaß)
- Kraftmessung
- Messung der Nervendichte (Diskriminator)
- Umfangsmessung bei Ödemen
- Temperaturmessung
- Schmerzskala
Die Befundung erfolgt zu Beginn und noch einmal am Ende der in der Regel 10-maligen Behandlung, um den Stand der Therapie zu dokumentieren. Der überweisende Arzt erhält nach Abschluss der Ergotherapie einen Bericht der behandelnden Therapeutin.
Thermische Anwendungen
In der Ergotherapie werden häufig Wärme und Kälte zur Behandlung eingesetzt – etwa bei Zustand nach Frakturen und Operationen, Sensibilitätsstörungen, rheumatischen Erkrankungen, zur Narbenbehandlung, bei Gelenksteifigkeit, Morbus Sudeck, Arthrose, Polyneuropathien und Ödemen.
Wärmetherapie – Kiesbad: Das Bewegen der Hände in wohlig warmen Kieselsteinen fördert die Durchblutung, lindert Schmerzen, kann Narben abhärten und die Sensibilität positiv beeinflussen und bereitet die Muskulatur optimal auf aktive Bewegungsübungen vor. Häufig bei chronisch verlaufenden, schmerzhaften Gelenkveränderungen, da Bewegung und Wärme gleichzeitig wirken.
Wärmetherapie – Paraffinbad: Die Hände werden mehrmals hintereinander in ein Wachsbad bei ca. 45 °C getaucht und anschließend in Folie und dicke Frottee-Handschuhe eingepackt. Die Wärme dringt gezielt ins Innere der Hand ein und durchwärmt alle Strukturen sehr gut. Sie fördert die Durchblutung, reduziert Schmerzen, lässt die Gelenksteifigkeit durch verbesserte Dehnbarkeit kollagener Fasern nach und fördert die Nervenleitgeschwindigkeit. Besonders bei Arthrose wird das Paraffinbad als effektiv und wohltuend empfunden.
Kältetherapie – Rapsbad: Das Bewegen der Hände in leicht gekühlten Rapssamen dient in erster Linie der Verminderung eines Ödems (Schwellung) und der Schmerzreduktion nach Prellungen oder akut entzündlichen Prozessen.
Mehr Struktur und Sicherheit im Alltag – Schritt für Schritt zurück zu Belastbarkeit und Selbstvertrauen.
Ziel: Verbesserung der Belastbarkeit im Alltag, Erwerb sozialer Kompetenzen und Unterstützung in der Tagesstrukturierung sowie die Förderung der Eigenwahrnehmung – mit dem Ziel, die Selbständigkeit zu erhalten und die spätere Wiedereingliederung in den Beruf zu unterstützen.
Patienten mit folgenden Erkrankungen
- Depressionen
- Suchterkrankungen
- hirnorganisches Psychosyndrom
- psychosomatische Störungsbilder
- Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
- Burn-out-Syndrom
- Angststörung
Unsere Therapie
- handwerkliche und gestalterische Tätigkeiten (Seidenmalerei, Keramik, Korbflechten, Malen, Filzen)
- progressive Muskelrelaxation nach Jacobson
- Autogenes Training
- Hirnleistungstraining
- Training der Selbständigkeit im Alltag
- Training kognitiver Fähigkeiten
- Tagesstrukturierung
Nach einem Schlaganfall, einem Schädel-Hirn-Trauma oder bei Multipler Sklerose (MS) arbeiten wir daran, verlorene Fähigkeiten zurückzugewinnen und Restfunktionen zu erhalten.
Ziel: das Wiedererlangen verlorener Fähigkeiten bzw. der Erhalt von Restfunktionen.
Patienten mit folgenden Erkrankungen
- Schlaganfall
- Morbus Parkinson
- Multiple Sklerose
- Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma
- periphere Lähmungen
- Polyneuropathien
Unsere Therapie
- Anbahnen und Erlernen neuer Bewegungsabläufe in Anlehnung an das Bobath-Konzept und Perfetti
- Bewegungstraining nach dem Vorbild des „Taubschen Trainings“
- Sensibilitätstraining
- Tätigkeiten des Alltags trainieren
- Hirnleistungstraining
- Training der Graphomotorik
- Training der Feinmotorik
- handwerkliche Tätigkeiten
- Hilfsmittelberatung
Ergänzend setzen wir bei Bewegungsstörungen die Stochastische Resonanztherapie (Zeptoring) ein – mehr dazu im nächsten Abschnitt.
Selbständigkeit und Lebensqualität im Alter erhalten – körperliche und geistige Fähigkeiten gezielt fördern.
Ziel: primär die Erhaltung der Selbständigkeit und der Lebensqualität im Alltag unter Berücksichtigung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten.
Patienten mit altersbedingten Erkrankungen
- Morbus Alzheimer
- Demenz
- Morbus Parkinson
- Schlaganfall
- Multiple Sklerose
- Diabetes
- Arthrose
- Osteoporose
- Depressionen
- rheumatische Erkrankungen
Unsere Therapie
- Selbsthilfetraining / Alltagstraining
- Hilfsmittelversorgung
- Hirnleistungstraining
- Training kognitiver Fähigkeiten
- Training der Feinmotorik
- Förderung der Kommunikation
- Förderung der zeitlichen und räumlichen Orientierung
- Steigerung des Selbstwertgefühls
- Biographiearbeit
Zeptoring – Stochastische Resonanztherapie
Eine schmerzfreie, an der Goethe-Universität Frankfurt entwickelte Therapie – vor allem bei Bewegungsstörungen.
Über feine, nach dem Zufallsprinzip ausgelöste mechanische Reize wird das Zusammenspiel von Rezeptoren, Nerven und Muskeln neu angeregt. Weil die Reize ständig wechseln, bleibt das Gehirn aktiv und lernt, Bewegungen wieder besser zu steuern.
Das kann die regelmäßige Therapie fördern
- die Gehfähigkeit
- das motorische Lernen und die Reflexsteuerung
- eine feinere Ansteuerung der Muskulatur und rundere Bewegungsabläufe
- Knochenstoffwechsel und Knochenfestigkeit
- die Freisetzung von Botenstoffen (z. B. Dopamin)
Ablauf & Anwendung
Sie stehen auf zwei Platten, die sich unabhängig voneinander dreidimensional bewegen und Sie sanft aus dem Gleichgewicht bringen. Eine Sitzung dauert rund 15 Minuten im Wechsel aus kurzen Belastungs- und Pausensequenzen; Intensität und Dauer passen wir Ihrer Tagesform an.
Häufige Anwendungsgebiete
Quelle & weitere Informationen: zeptoring.de. Zeptor® und Zeptoring® sind Marken der jeweiligen Hersteller.
Über uns
Bei uns behandelt Sie ein festes, eingespieltes Team – drei Ergotherapeutinnen, bei denen Sie kein wechselndes Gesicht erwartet.
Sarah Scharloth
Ergotherapeutin seit 2015 · Praxisinhaberin seit 2017 Ausbildung 2012–2015, Berufsfachschule Celle FortbildungSophie Maly
Ergotherapeutin seit 2019 · im Team seit 2021 Ausbildung 2016–2019, Erwachsenenbildungswerk Weimar FortbildungPraxisrundgang
Ein kurzer Blick in unsere Räume in Jena-Lobeda West – hell, ruhig und auf die Therapie ausgerichtet.
Infos für Ärzte
Wir arbeiten Hand in Hand mit den überweisenden Praxen in Lobeda und der Region – mit verlässlicher Rückmeldung zum Therapieverlauf.
Verordnung
Verordnet wird per Heilmittelrezept. Der Heilmittelkatalog unterscheidet drei Indikationsgruppen:
- Erkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems
- Erkrankungen des Nervensystems
- psychische Störungen
Heilmittel
Wir behandeln nach den Vorgaben des Heilmittelkatalogs:
- motorisch-funktionelle Behandlung
- sensomotorisch-perzeptive Behandlung
- psychisch-funktionelle Behandlung
- Hirnleistungstraining
- thermische Anwendungen
Rückfragen erwünscht
Bei Fragen zu Befund, Therapieverlauf oder Heilmitteln erreichen Sie uns telefonisch unter 03641 – 33 55 77.
Kontakt & Anfahrt
Rufen Sie uns einfach an – wir nehmen uns Zeit für Ihr Anliegen und vereinbaren einen Termin.
So erreichen Sie uns
Stauffenbergstr. 43a, 07747 Jena
Fax: 03641 – 531 2558
E-Mail: info@ergotherapie-scharloth.de
Termine nach telefonischer Vereinbarung.
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